2016

 

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Diese Künstler waren 2016 dabei!

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ArtVelo – débrisVelo (Berlin)

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Denk nicht darüber nach Kunst zu machen, mach es einfach. Lass alle anderen entscheiden ob es gut oder schlecht ist, ob sie es lieben oder hassen. Während sie entscheiden, mach noch mehr Kunst“.

Wir machen einen Skulpturenpark aus dem, was wir vorfinden. Ob ihr das gut oder schlecht findet ist ganz allein eure Sache und hat nichts mit uns zu tun.

Christian Slezak – Lupus Perditus (Berlin)

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Der Tod ist eine Thematik mit der sich jeder früher oder später auseinandersetzen muss. Das Leben ist lebenswert. Man will nicht einfach so sterben. Was also muss passieren, damit ein Mensch trotzdem den Tod als einzigen Ausweg sieht? Und noch viel spannender: Womit holt er sich seinen letzten Funken Überlebenswillen zurück, wenn es eigentlich schon zu spät ist?

Dieses Filmprojekt ist Christians Slezak`s Abschlussfilm an der Dekra Hochschule Berlin.

Paul Hoffmann – Zwei Soldaten (Berlin)

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„Zwei Soldaten sind in einer Wüste gestrandet und wissen nicht, dass der Krieg vorbei ist…“

„Two soldiers are lost in a desert and do not know that the war is over…

Justus Fuesers – Kontrapunkte im Zwischenraum (Berlin)

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Johann Sebastian Bachs „Kunst der Fuge“ besteht darin, mehrere Melodien als Variationen desselben Themas so miteinander zu verweben, dass sich die Harmonie im Ganzen daraus ergibt. Die Kompositionen aus dem 18. Jahrhundert werden eingebettet in zwei Jahrhunderte jüngere Jazzstandards. Justus Fuesers lebt und arbeitet in Berlin.

Martin Frenzel – Körperabdrücke (Berlin)

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Ein Zusammenspiel von Farbe, Leinwand und Körper(n). Eine Momentaufnahme gänzlich anders als mit der Fotografie oder durch Malerei oder Zeichnung. Extreme Distanzlosigkeit zwischen dem Körper und der Leinwand eröffnet ganz andere Möglichkeiten. Verstehe mich nicht als alleiniger Künstler, sondern als künstlerische Anleiter. Denn das Ergebnis entsteht nur aus dem Zusammenspiel.

Die ersten Aktivitäten gehen auf Mitte der 90er Jahre zurück. Bisher immer als Kunstaktionen für die Teilnehmer und den direkten Abverkauf der Werke gedacht. In den 2000er Jahren nach Hamburg gewandert, seit 2011 wieder in Berlin.

Victoria im Glück  (Potsdam)

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Victoria aus Potsdam entdeckte ihre Begeisterung zur Kunst und Kreativität schon als Kind. Ihre Leidenschaft ist das Nähen! Stoffe, Mode, Design. 2 Jahre unterbrach sie ihre Leidenschaft wegen ihrer Ausbildung und um Arbeiten gehen zu können. Dann fing sie wieder ganz von vorne an und mit viel Schweiß, Verzweiflung und Liebe hat sie ihre Leidenschaft wieder gefunden. Auf dem Festival wird sie zum ersten Mal einen kleinen Stand betreiben und ihre Beutel und ein wenig Mode zeigen.

Albita Por Favor & Cokibueni | Daniel Staccato

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„Glück ist wenn der Bass einsetzt“ sagt ein bekannter Spruch und wenn Albita Por Favor an den Reglern schraubt, trifft dieses Glück zu. Ihre Sets zeichnen sich durch treibende und kraftvolle Techno Beats im Verbindung mit Elementen anderer Musikrichtungen aus. Ist sie an den Decks, schwingen alle Hüften auf dem Dancefloor. Tanzen por favor!

Neben Albita Por Favor & Cokibueni legt auch Daniel Staccato auf. Es wird eine tanzbare Nacht!

Franz-Josef Schmitt – Science Songs (Berlin)

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Science Songs und überhaupt Songs werden auf einer Silent guitar gespielt. Zwischen Selbstkomposition und Creative Commons entwickelt sich das Klangmeer der Klampfe zu Klabauterklängen. Schnelle Pickings erinnern an Weltmusik und harte Riffs machen den Blues zum Rock, um sich wieder zu verlaufen. Zupfen und gezupft werden heisst es bei diesem Fingerspiel zu später Stunde.

Parijato Muster – Geschichten (Lübeck)

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Parijato Muster schreibt Kurzgeschichten, lyrische Kurzprosa und Haikus.. Parijato Muster lebt und arbeitet in Lübeck. Letzter Jahr las er Alpine Kurzgeschichten und Gedichte zu Meer und Schiff. Dieses Jahr kommt er mit neuen Geschichten und Gedichten zum Festival.

FJ & Gäste – Die kleinen Wissenschaftler und der Zauberer (Berlin/ Brandenburg)

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Wissenschaft hat schon immer die Menschen fasziniert – gerade auch Kinder. Sie stellen oft genau die richtigen Fragen und können es selbst gut erklären, warum leuchtende Flüssigkeiten in verschnörkelten Glasröhren blubbern, Seifenblasen aus Trockeneis aufsteigen und Laserstrahlen im Dunkeln glitzern und Spuren an der Wand hinterlassen. Sogar Tinte verschwindet plötzlich und taucht später wieder wie von Zauberhand auf. In dieser Aufführung werden Kinder zu Stars und erklären ihr Verständnis der Wissenschaft an die Zuschauerinnen und Zuschauer. Kinder, die gerne an der Vorstellung teilnehmen möchten, können sich vorher bei Marie oder FJ melden und sich die wissenschaftlichen Experimente erklären lassen. Ein bisschen Mut wird aber nötig sein, das dann auch den Erwachsenen zu erklären. Schafft Ihr schon !

Stefan Ruthenfranz – Wer nichts wird, wird Achtsam (Berlin)

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‚Wer Nichts wird, wird Achtsam‘, erklang es höhnisch von der Reling. Aus diesem Grunde wurstete sich der Siebenspeck durch seine sechshundert Dukaten aus Hafermehl, und rief ‚Ahoi, Matrosen, wohlauf!‘, als sich das Schiff, bespannt mit drei Segeln, die in außerordentlich interessanten Farben sich blähten im Winde, in den Hafen der Scheinehe hineinschob. Schaumig schlugen die Wellen um seinen Bug herum, und Käpt’n Siebenspeck gab den Befehl zur Übergabe der Informationen. Das war vielleicht ein Erlebnis. Möglicherweise aber auch nicht. Denn auf einmal wachte der Kapitän auf und merkte, dass das Schiff eigentlich eher so eine Art Zeppelin war. Plötzlich war er richtig wach, erinnerte sich an seinen eigentlichen Namen, und blickte sich in seiner Kajüte um, die durch die Wasserbewegungen, denen das Schiff heillos ausgeliefert war, auf und ab wogte. Die Öllampe flackerte und ließ die Kissen, in denen der Kapitän gebettet war, ihre englischrote Farbe pulsierend an ihre Umweld abgeben. Von diesem Anblick inspiriert, glitt er in seine Fantasieuniform hinein und stellte sich stramm, stolz und voller Würde vor seinen Spiegel. Doch sogleich zerfloss er zu einem Ball aus pistaziengrünem Schleim, um wenig später wieder aus diesem hervorzugehen, als der, der er so ungefähr war. Seine Prothese war altmodisch, es ließe sich durchaus von einem Holzbein sprechen, wenn es nicht aus einem Mammut-Stoßzahn geschnitzt worden wäre, und ebensowenig den linken Arm ersetzt hätte. Aber auch das war beides nicht der Fall. Zur Zeit der Segelschiffe gab es bereits Metall, und aus genau diesem Material bestand sie auch, die Prothese, welche nämlich sein Nasenbein ersetzte. Und das war jetzt auch wirklich so. Käptn Elberfeld wurde aus diesem Grunde auch ‚Der Mann mit der lustigen Nase‘ genannt, jedoch hörte er dies nicht so gern.

Stefan Ruthenfranz kommt dieses Jahr mit neuen Bildern und einem neuen Buch.

Stefanie Jescheke – Wurstquartett und Rolmopsduo (Treuenbritzen)

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Stefanie Jeschke studierte Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar. Seit 2012 arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin in ihrem eigenen „Atelier für Illustratives“ in der Kleinstadt Treuenbrietzen. Dort malt, zeichnet, spinnt und erfindet sie eierlegende Wollmilchsäue, Feuer legende Großmütter, Wurstquartette und was sonst noch so für Kinder- und Jugendbücher gebraucht wird.

Katarzyna Guzowska – A meeting with you and Dahnsdorf and me in between (Berlin)

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Liebes Sein,

du wurdest auf die Tatsache, dass unsere Augen uns einfach alles zeigen, bevor wir reflektieren und uns entscheiden wo wir unsere Füße hinsetzen und was wir sehen wollen, vorbereitet. Ich lade euch zu einer individuellen Tour ein, in denen ich euch zeigen, unsere Umgebung aus speziell ausgewählten Perspektiven, darunter auch die Sinne (Hören, Fühlen, Riechen), zu erkunden. Unser Treffen wird am 6. August Nachmittags in Dahnsdorf stattfinden. Ich hoffe, dass wir einander finden und ich hoffe, Sie haben keine Angst für eine Weile die Augen geschlossen zu halten. Wir sehen uns dort, Katarzyna

Sprache: Deutsch/ Englisch/ Keine Sprache/ Körpersprache
Eine Person bekommt jeweils ein individuelles Treffen, welches 20-50 min dauert.

Katarzyna Guzowska – Darstellerin, experimentelle Dokumentarfilmerin, Künstlerin. Sie beobachtet sorgfältig die menschlichen Beziehungen und ihr Verhalten in der Öffentlichkeit, bei der Arbeit, im privaten Raum und die dadurch entstehenden Muster die unser Leben beeinflussen. Sie leitet Situationen an in denen sie überprüft , in welchem Umfang diese Konventionen dauerhaft sind und was passiert, wenn sie ihnen nicht folgen wird. Auf verschiedenen Ausstellungen initiiert sie einzigartige Meetings und Workshops, die eine gemeinschaftliche Erfahrung der Kunst ermöglichen. Sie aktiviert die Körpersprache, die Stimme, die Phantasie und die Berührung. Sie entwickelt verschiedene menschliche spezifische Performances für eine Person.

Matthias Vernaldi – Tänzerische Inklusion (Berlin)

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Viele neue Sichtweisen auf den Tanz, gerade auch performative, knüpfen an seine Ursprünge an. Wer tanzt, wer performt, zeigt sich als Subjekt, anstatt hinter der Rolle zurückzutreten. Das ändert jedoch kaum etwas daran, dass der Körper auf der Bühne in starkem Maße eine Projektionsfläche ist. Was da projiziert wird, ist häufig stark sexualisiert, ist aufgeladen mit Körperidealen, mit denen Leistung und Lust verbunden werden. Seit Jahren ist weltweit – besonders im tänzerischen und Performancebereich – das Phänomen zu beobachten, dass behinderte Tänzer bzw. sich darauf beziehende Choreografien eine immer stärkere Rolle spielen. Der behinderte Körper ist nicht nur auf der Bühne in sehr hohem Maß eine Projektionsfläche. Fast überall werden auf ihn Ängste und Abwehr übertragen. Er steht für soziale und erotische Abwertung. Ich werde mit ein paar Videoschnipseln, losen Gedanken und wackligen Thesen versuchen, dem nachzugehen. Vielleicht entwickelt sich eine Diskussion daraus, vielleicht gibt es ein paar Impulse in die Arbeit, vielleicht etwas Reflektion über ein konkretes Vorhaben hinaus

Friedemann Leps – Eure Angst macht Hungrig (Berlin)

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Ein Narrativer Experimetalfilm mit Gesellschaftskritischem Trash Fundament. Die Konsum und  Vergnügungssüchtige Familie, Europa, verbringt viel zeit zusammen in ihrem Wohnzimmer, mit  Fernsehen und essen. Doch an diesem Tag führen mehrere verstörende Nachrichtensendungen dazu das sie in Angst geraten. Angst vor dem Fremden der gegen Zäune läuft. Angst vor Veränderungen.   Angst vor dem Zusammenbruch der Staatsgrenzen.  Angst ihren Wohlstand zu verlieren. Angst macht sie hungrig, bis ihnen der Appetit vergeht.

Jana Scherle – Die Kunst des Nichtstuns (Berlin)

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Jana ist 1969 in Mecklenburg geboren und lebt seit 1992 in Berlin. Sie hat Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie an der FU Berlin studiert und sich in der Ausbildung zur systemischen Familientherapeutin auf alternative Formen des Zusammenlebens spezialisiert. Seit 2009 beteiligt sie sich aktiv an der radikalutopischen Forschungsarbeit des Berliner Kunstprojektes „schwelle7“ und stellt auf unserem Festival das in diesem Zusammenhang entwickelte Workshopkonzept NON-DOING vor.

Jeremias Heppeler – Immer ich. Wieder Ich. Alles Ich. (Fridingen)

Jeremias Heppeler

Jeremias Heppeler wurde am am 12.02.1989 in Tuttlingen geboren.
Er studierte in Konstanz Germanistik und Geschichte (Bachelor) und Literatur-Kunst-Medien im Master (abgeschlossen 2015).

Parallel dazu: Arbeit als freier Texter, Filmemacher und Künstler.
Er versteht sich als intermedialer, bildender Künstler, der Medien (Film, Bild, Text) analog und digital kombiniert und dabei versucht neue, hybride Räume zu erschließen. Das Experiment der stetigen De- und Rekontexstualisierung steht im Zentrum seiner Arbeit. Jeremias Heppeler ist Mitglied des Kollektivs „Moskau Vor Dem Brande Von 1812“.

Letzte Ausstellungsprojekte: „treibgut“ in Mühlheim an der Donau (Museum im Vorderen Schloss), „drei tote hunde“ in Tuttlingen (Kunstraum GleisNull) und „Kunst und Krise“ in Jena (Kulturbahnhof – Sammelausstellung), „und hier am ende ist mensch nichts weiter als eine erfindung (geduldet im von der sprache entworfenen system der existenz“ (Konstanz Gewölbekeller). Ausgezeichnet mit dem Samsung Smartfilm Award (für den experimentellen Kurzfilm „Soi“) und dem MotionPicture 2.0 Award des ZKM Karlsruhe (für „Der Beobachter“). Für das Dokumentarfilmprojekt „Die Stadt der vergessenen Kinder“ reiste Jeremias Heppeler im Juli 2015 in die Mongolei. Im Sommer 2016 ist er Stipendiat der Sommerakademie Venedig.

Tim Kehrwieder & Richard Hollmann – Seehofer und Merkel am Stammtisch  (Landkreis Potsdam Mittelmark)

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Kabarett darf alles, bloß eines nicht: Die Schnauze halten!

Als wir uns dazu entschieden haben einen Auftritt beim Festival Für Freunde hinzulegen, hatten wir nur eines im Sinn: Wir haben was zu sagen und ihr sollt es hören!
Viele mögen sich denken, zwei Siebzehnjährige die über die aktuelle Politik reden… typisch jugendlicher Idealismus. Doch Ivo Maier sagte schon: Schimpft mich bloß einen Idealisten, ich bedanke mich dafür!

Also was können sie in der Aufführung erwarten? Hau drauf Kabarett! Ein unverblümtes Stammtischgespräch, welches so lächerlich klingt, dass es gar nicht stimmen kann! Tja da müssen wir sie enttäuschen: Unser Programm basiert auf intensiver Recherche! Die Zitate die wir verwenden, sind wahre Aussagen unserer beiden Figuren.
Also lehnen sie sich zurück und genießen sie die Show!

Claudia Brandt – Reset (Berlin)

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Wenn die einzelnen Farbschichten sich vermischen, sich ineinander verschlingen, sich abzustoßen scheinen, entstehen Geschichten, Verse, ganze Romane gefüllt mit Emotionen und Ereignissen.

Ich würde euch gerne dazu einladen mit mir auf Spurensuche zugehen, die Bilder im Großen aber auch im ganz Kleinen zu entdecken und die verborgenen Prozesse aufzuspüren.

Jeder Betrachter soll seine eigenen Ideen entwickeln, was er sieht, was er fühlt. Es geht nicht um die Darstellung definierter Objekte. Es geht um das Induzieren von Gefühlen und Gedanken, einer Atmosphäre oder Stimmung.
Die Bilder stehen für sich. Sie möchten etwas erzählen, aber das kann für jeden Betrachter etwas anderes sein.
Claudia Brandt lebt und arbeitet in Berlin.

Reset entstand 2005 – 2013.

Kinbom & Kessner – Lieder von Liebe und Krieg (Berlin)

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Kinbom & Kessner ist eine Kooperation zwischen dem schwedischen Lap Steel Gitarristen und Liedermacher Fredrik Kinbom (Komposition) und der deutschen Theatermacherin Sonja Kessner (Texte). Beide leben und arbeiten in Berlin. Die Zusammenarbeit entstand in Vorbereitung auf das Theaterstaat- Fest im Juni 2015. Aus „Weckt nicht die Liebe“, dem ersten, fast zufällig entstandenen gemeinsamen Lied, folgten zuerst der eigenwillige Theatermusikabend „Lieder von Liebe und Krieg“ und später ein gleichnamiges Album, das im November letzten Jahres veröffentlicht wurde.
Im Konzert spielen die beiden ihre Lieder mit Gitarre, Lap Steel, Bass und Gesang und erzählen damit Geschichten über die Ursachen und Wirkungen menschlicher Destruktivität – mal poetisch, mal politisch und mit der leisen Hoffnung, dass es am Ende vielleicht doch die Liebe ist, die die Welt im Innersten zusammenhält.
Das Album wurde hauptsächlich in Berlin aufgenommen und zahlreiche internationale Gastkünstler haben Aufnahmen in den USA, in Frankreich, Australien, England und Schweden gemacht. Die Texte sind größtenteils auf Deutsch. Es gibt aber auch englischsprachige Titel mit prominenten Gastsängern und Sprechern wie beispielsweise der Rocklegende James Williamson von Iggy & The Stooges und der Sängerin Hannah Miller von Moulettes.
„Lieder von Liebe und Krieg gehört für mich zu den Top 10 des Jahres. Ohne zu übertreiben darf es als eines der schönsten deutschen Liedermacheralben der letzten Jahre gelten.“ Die Kopfhoerer

Zur Zeit arbeiten die beiden an der Theatermusik zu „Eine Kleine Machtmusik“ (Uraufführung in Berlin am 15.6.2016, nächster Termin: 20.8.2016) und an ihrem neuen Album „With The Beetles“.

Hintergründe, Hörproben und Termine unter: www.kinbomkessner.com

Marie Golüke – THE EROTISM (Berlin/ Dahnsdorf)

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Erotik wird in der Regel mit Sexualität und Pornographie in Verbindung gebracht. Medial werden wir mit sexualisierten Bildern überschwemmt, Intimität wird beleuchtet, verhört und seziert. Die vermeintliche Offenheit kaschiert die nach wie vor bestehende große Unsicherheit und auch das Unwissen in Bezug auf Sexualität und Erotik. Eigene Phantasien finden kaum Raum, sich zu entwickeln.

Doch was ist Erotik eigentlich und welche Rolle spielt sie? Marie Golüke versucht dieser Frage in ihrer installativen Performance THE EROTISM nachzugehen und erstellt eine erotische Momentaufnahme aus intellektueller, medialer und vor allem persönlicher und individueller Sichtweisen. Ausgehend von Erotik als ein Paradox aus Schönheit und Zerstörung wird sie in erster Linie als eine innere Erfahrung verstanden, die zuerst bei sich selbst gesucht werden muss, bevor sie mit anderen geteilt werden kann.

Die Zuschauer werden gebeten, in Abendgarderobe zu erscheinen, um eine dem Abend entsprechende Atmosphäre zu kreieren. Im Anschluss an die Performance gibt es die Möglichkeit, zu einem Gespräch mit der Performerin zum Thema Erotik und deren Zuschreibungen.

Sylvia Barth – Die Liebe zu den drei Orangen (Berlin)

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„Die Liebe zu den drei Orangen“ frei nach Carlo Gozzi, Musik: Sergej Prokofjew

Um den kranken Prinzen aufzuheitern, veranstaltet der König für ihn ein Fest. Da fängt der traurige Prinz an zu lachen, doch über wen? Über die böse Zauberin Fata Morgana. Zur Strafe soll er sich in drei Orangen verlieben. Ein opernhaftes Märchen mit 14 Puppen und Masken.

Heymbrecht – Konzert (Berlin)

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Nicht nur eingefleischte Urberliner fühlen sich bei diesem Namen unweigerlich an die rauschenden Nächte der Goldenen Zwanziger erinnert, als Ilse Heymbrecht als erste Theremin-Spielerin überhaupt in den Clubs der Hauptstadt reüssierte und die Menschen aus ihrem tristen Alltag befreite. Sie hinterließ ihre Spuren nicht nur in den Herzen der Menschen, sondern prägte auch die Hauptstadt – so wurden etwa der Ernst-Reuter-Platz und das Brandenburger Tor nach ihr benannt.

Ihrem Vermächtnis folgen die drei Berliner von Heymbrecht, einem Kollektiv in klassischer Rockbesetzung: Gitarre, Bass, Schlagzeug. Durch ungewohnte und doch intuitive Arrangements reißen sie ihre Hörer aus dem Alltag, spielen mit Lärm und Stille, verschieben die Rhythmen und lassen sich von Genregrenzen genauso wenig aufhalten wie von konventionellen Songstrukturen.

Obwohl sie mit den Füßen fest im psychedelischen Rock stehen, bedienen sie sich an den verschiedensten Töpfen und bieten in einer klassischen Bandbesetzung ein genreübergreifendes Erlebnis. Die Grenzen zwischen Krautrock, Metal, Ambient und Postrock verschwimmen zu etwas Neuem: unerwartet und um Ecken gedacht, mal ernst, mal mit Augenzwinkern – aber immer aufregend und tanzbar.

Olga Guse – Refugees & The Three Spririts (Dresden)

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Die Videoart-Künstlerin aus Dresden Olga Guse befasst sich seit 2012 mit der Kunst der experimentellen Animation. Protogonisten Ihrer Filme sind meist selbst angefertigte Plastikfiguren – fabelhafte Wesen, die, mit Olgas Bildern zusammenwirkend, als Pantomime-Darsteller Geschichten erzählen. In den letzten 2 Jahren wurden Animationsfilme von Olga Guse auf mehr als 150 Art- und Filmfestivals weltweit gezeigt.

Beim Festival für Freunde – 2016 sind zwei neueste Arbeiten der Videoart-Künstlerin zu sehen:

– Refugees (Flüchtlinge)
Globale Erwärmung, Umweltkatastrophen, Kriege – alles Folgen des fehlerhaften menschlichen Verhaltens… Alle Bewohner der Erde sind potenzielle Flüchtlinge. Fürs Überleben sind Toleranz und gegenseitige Unterstützung gefragt.

– The Three Spirits (Drei Geister)
Im Laufe des Lebens wird ein Mensch von drei grundlegenden Gefühlen begleitet: Angst, Stolz und Leidenschaft. Kaum wir das Eine überwunden haben, ist das Andere zu bekämpfen, – so bewegt man sich im Kreis…

Flämingensemble – Konzert (Landkreis Potsdam Mittelmark)

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Vor 2 Jahren ging von Eberhard Hünig im Fläming der Wunsch aus, eine eigene Band zu gründen. Zusammen mit Ronald Heber bildete er dann zunächst ein Duo und beide spielten Stücke der Rock, Pop und Schlagermusik. Roland Heber brachte dabei seine Erfahrung als Leiter von 2 Singgruppen mit internationaler Besetzung und mehrstimmigen Gesang mit ein. Er sang sowohl im Gospelchor Bad Belzig, als auch bei POP MEETS CLASSIK in Trebbin. Hünig brachte seine Erfahrung als Trommler in verschiedenen Gruppen, sowohl im Ruhrgebiet als auch im Fläming, die er in 20 Jahren gesammelt hat, mit ein. Roland Heber spielte dann zunächst im Duo gemeinsam mit der Geigerin Stefanie Neuhaus Weihnachtslieder und deutsche Volksmusik, bevor die drei zusammen auftraten. Nachdem weitere Musiker hinzukamen wurde schließlich am 7.6.2016 das „Flämingensemble“ mit 6 Musikern gegründet.

Chris Möller & Thibault Schiemann –  Unlesung: Man soll kreativ sein  (Berlin)

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Was passiert mit der Lesung, wenn wir ihr das Wasserglas stehlen? Den Tisch, den Stuhl, das Mikrofon? Die Autorin? Zurück bleibt ein Text (geschrieben von wem?) in der Schwebe, auf der Suche nach einem Platz für seine Möglichkeiten. Die Literaturpolypen Chris Möller und Thibault Schiemann hegen ein Geschwür: die Kreativität.

„Hip Hop Teens“ der Tanzschule Mierisch (Landkreis Potsdam Mittelmark)

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Die „Hip Hop Teens“ – Gruppe der Tanzschule Mierisch trainieren einmal die Woche in den Bereichen Hip Hop, Streetdance, Locking, Popping, House, Jazz und Oldshool. Sie sind zwischen 14 und 17 Jahre alt und tanzen mit viel Engagement und Herzblut um sich stetig zu verbessern. Von Neuanfänger bis zu alten Hasen ist alles dabei. Seit drei Jahren wird die Gruppe von Raphaela Strehle geleitet und trainiert.

RegieAlsFaktor – Die Schlacht (München)

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Kriege sind für diejenigen die dabei waren, ein ultimativ einschneidendes Lebensereignis. Posttraumatische Belastungsstörungen sind oft die Folge. Alle anderen können sich den Krieg nicht vorstellen, weshalb er als Tabu gilt oder aber eine ungebrochene Faszination ausübt: Die Möglichkeit, den Heldentod zu sterben, Abenteuerlust und Kameradschaft, der gemeinsame Kampf für ein höheres Ziel, Lagerfeuerromantik und Exzesse – ob es sich um den ersten oder zweiten Weltkrieg, den Vietnamkrieg oder den Dschihad handelt, die Vorstellungen vom Krieg und das verklärte oder desillusionierte Erzählen darüber gleichen sich. Diesem Phänomen der Kriegserzählungen widmet sich das Theater REGIEALSFAKTOR in seiner Produktion „Die Schlacht“. In der Inszenierung von Dominik Frank sitzt das Publikum mit der Schauspielerin Amelie Haller am Lagerfeuer und lauscht den mal pathetischen, mal nüchtern-trockenen Erzählungen einer gar nicht so fernen, kriegerischen Vergangenheit.

Roland Walter & Mela – Space between Skin and Earth (Berlin)

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Erde und Haut. Welche Auswirkungen hat das Element Erde auf das Wohlbefinden des menschlichen Körpers? Welcher innerer, sehr persönlicher Prozess wird dadurch ausgelöst und bewusst durchlebt? Eine junge Frau und ein älterer Mann mit spastischer Lähmung gehen dieser Frage in einer Performance nach. Was bringt die Erforschung des anderen Körpers über das Element Erde mit sich, und inwiefern verändert sich der Seinezustand der Performer durch diese Fusion?

Foto: Andrea Speer

Andrea Krohn – Look closer until you touch it (Hamburg)

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Bewegung ist flüchtig, und stets sofort verschwunden. Umso aufmerksamer schauen wir sie an und ihr nach, versuchen sie aufzugreifen und einzufangen – mit den Augen, in Gedanken, im eigenen Körper. Eine körperliche Recherche über die Interaktion zwischen choreografischer Praxis und Rezeption. Präsentuert als Lecture Performance in Frankfurt am Main/Mousonturm (Projeto Brasil – Aqui é arte) Tanzkongress/Hannover und als Choreographie in Kampnagel/Hamburg.

Andrea Krohn ist Performerin, Tänzerin und Choreographin. Ihr künstlerisches Interesse betrifft Themen wie Macht, Wahrnehmung und Identität. Sie studierte Tanz und Tanzpädagogik in der Staatlichen Universität von Campinas/Brasilien und arbeitete mit der Tanztheatergruppe „Artesãos do Corpo“.

Die Sogenannte Anarchistische Musikwirtschaft – Konzert (Land Brandenburg/ Berlin)

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16 Leute aus Berlin und Brandenburg blasen und bewegen ihre Musik gegen den Strich: Brassmusik und Punk, Rio Reiser, Eisler, Kunstmusik (auch etwas Elektro), russische Komplottmusik und eine kleine Prise Balkan. Hin und wieder tauchen jazzige Untertöne auf. Alles basiert auf eigenen Arrangements. Unterstützt werden sie von der Sängerin Linda Mund.

Die Band wurde im März 2012 gegründet. Ihr Heimatbezirk ist Pankow – konkret, der Prenzlauer Berg. Sie spielen in Konzertsälen, Klubs, Theatern, Freilichtbühnen, auf der Straße und auf Demos. Deshalb bezeichnen sie sich gerne als Einsatzorchester. Projekte mit befreundeten Künstlern sind für sie Herzenssache. Sie traten gemeinsam mit dem Bachmann-Preisträger Peter Wawerzinek und dem Berliner Ausnahmekünstler Rummelsnuff auf. 2015 haben sie mit dem Liedermacher und Kabarettisten Rainald Grebe in der Wuhlheide gespielt.

„Macht kaputt, was euch kaputt macht!“ (Ton Steine Scherben), „Berlin – Style (Rotfront)“, „Gop, gop“ (Verka Serduchka) sind Beispiele bandeigener Bearbeitungen. „NSA“, „Karriere und Beruf“ und „Ganz Berlin“ sind eigene Kompositionen mit zeitgemäßen Inhalten, Spaß und Ironie. Fast alle Instrumentalisten singen auch im Programm. Tanzbar ist ein großer Teil der Musik der Sogenannten Anarchistischen Musikwirtschaft. Das gesprochene Wort kommt nicht zu kurz in Moderationen, Improvisationen und Interaktionen mit dem Publikum ganz ohne Plan (für den Zuschauer oft unglaublich) – eben anarchistisch.

Fotografin: Sanny Wildemann.

 Julia Novacek – REISEMOBIL-STELLPLATZ /1230 WIEN (Gießen)

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„This is no way how to make a film, even a small film, I mean, to make one like this – it’s impossible,“ sagt Terry Gilliam im Dokumentarfilm „Lost in La Mancha“ (2002), der die Dreharbeiten zu seinem nie fertiggestellten Film „Don Quixote“ begleitet.
Reisemobil-Stellplatz / 1230 Wien eröffnet mit einer Split-Screen-Sequenz: Zwei Männer und zwei Frauen finden sich auf einem fahrenden Boot wieder. Sie sind durch ihre Kostüme miteinander verknotet und versuchen, sich aus dieser Situation zu befreien. Nach wenigen Minuten kommt es zu einem formalen und inhaltlichen Bruch: Einem Schauspieler ist übel geworden, der Dreh muss abgebrochen werden. Ab hier setzt der dokumentarische Modus des restlichen Filmes ein.
Es sind die Dreharbeiten für einen Kunstfilm, auf einem Stellplatz in einem Wiener Aussenbezirk. Einen Green-Screen, eingeklemmt zwischen Wohnwägen und Catering-Tisch, ersetzt das Boot auf der Donau, wo die vier Akteure sich zu entknoten versuchen. Die Notlösung wird zum Zustand. Der Film zeigt eine Substanz, die jedem Arbeitsprozess innewohnt: Das Potenzial des Scheiterns.
JULIA NOVACEK (*1989, Wien) lebt in Gießen und Wien und ist Videokünstlerin und Performerin und arbeitet kooperativ in freien Kunst-und Performanceprojekten.