2013

Stimmen vom 1. Festival:

“Trotz mancher Barrieren auf dem Gelände wurde mir als Rollstuhlfahrer eine sehr gute Teilnahme ermöglicht. Bei dieser harmonischen Atmosphäre konnte ich viele Kontakte knüpfen. das Festival sollte unbedingt weitergeführt werden” (Roland Walter)

“Welch wunderbare Idee – Festival für Freunde –  es war mir eine große Freude.Kaum das  ich angekommen war, verzauberte mich das Ambiente des Vierseitenhofs. Langsam füllten sich die Zimmer und Liegestühle auf der Wiese in einer unaufgeregten Betriebsamkeit. Akteure, Techniker, Helfer  und wenig Gäste – darunter auch ich. An drei Tagen konnte ich ambitionierte, zaghaft sich erstmal präsentierende, unkonventionelle und grandiose Darstellungen beschauen und bestaunen. Die Atmosphäre blieb entspannt, war fasst familiär –  gemeinsame Mahlzeiten,  abendliches Lagerfeuer, Tanzen  und immer wieder Gespräche.” (Gunda)

“Sehr schön. Ich fand das Festival sehr intim im Vergleich zu vielen anderen Festivals, wo ich mich immer etwas verloren fühle, da man anonym bleib. Bei Festival Für Freunde kann man sich wirklich unterhalten, man kann über Kunst reden und das fand ich wirklich sehr schön.”(Alyssa Warncke)

“Klasse. Einfach super. Ich fand das Festival echt gelungen. Auf dem Dorf ist das mit der Kultur eher rar und einseitig, aber Festival Für Freunde hat echt tolle Künstler gefunden und jeder hat sein Bestes gegeben. Es war eine entspannte und unterhaltsame Atmosphäre.” (Lisa Golüke)

Galerie

Diese Künstler traten 2013 beim 1. Festival Für Freunde auf!

Alyssa Marie Warncke: Woman in Black (Hamburg)

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“In this space and time, there is me, the piano…and you, the viewer. You and I are not quite sure what to expect, but the unexpected will be expressed through my intuitive perception with the use of my body, my voice and the piano.”

Collectif L`hommes révolté: Geburt des Minotaurus/ Beerfeld/ Urmund/ Pasiphae/ Magdeburg (München)

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Das Kollektiv besteht aus jungen Künstlern, die sowohl in der bildenden, wie zugleich in der darstellenden Kunst tätig sind. Demnach umfasst das Medienspektrum sowohl Videoarbeiten und Fotografie, wie auch Rauminstallationen, Theater und Performance. 
Die Gründer sehen sich in der Tradition des Wiener Aktionismus und bezeichnen ihre Kunst als archaisch. Sie ist kein Diskurs der Popkultur. Ihre Motive sind zeitlos: Hysterie, Rausch, Blutdurst und Katharsis sind ihre Themen. Zugleich hat die Arbeit einen sehr tief verwurzelten konzeptuellen Ansatz, der sich in der geisteswissenschaftlichen Tätigkeit als Fundament aller Visualisierung begründet. Zu ihren Grundlagen gehören Philosophen wie Nietzsche, Deleuze und Camus, jedoch auch die antike Mythologie, als eine von der Vorstellungskraft belebten Sprache. Es eröffnen sich Diskurse zwischen der virtuellen und der aktuellen Präsenz. Zwischen Erinnerung und Gegenwart. Eine Bewusstmachung der eigenen Körperlichkeit und die Überwindung des organlosen Körpers. Ihre Aktionen treiben den Menschen an seine physischen und psychischen Grenzen: Die Verwundung als Beweis der eigenen Realität. Ihre Arbeiten fordern die Reichweite des Ästhetischen heraus: Intermediale Gebilde als Spannungsfeld der Wahrnehmung. „Collectif L´Homme révolté“ ist der Versuch der Befreiung. Befreiung von den Meinungen anderer und möglichst auch von den eigenen Meinungen. Der Zuschauer soll erfahren und nicht bewerten: „In der Kunst vollendet und verewigt sich die Revolte in der wahren Schöpfung, nicht in der Kritik oder dem Kommentar.“

Elena Frei: ( Berlin) Weissraum

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In unserer schnellen und chaotischen Welt, gibt es kaum Raum für das Einfache und Wesentliche. Die Hingabe und Konzentration für eine Sache scheint verschwendet, schon gar, wenn sie keine Zukunft hat. Ich krame in der Vergangenheit, denn der Weissraum stellt meine Identitätsfrage dar. Einzelne Erinnerungen, welche wie ein kaputter Schwarzweissfilm ablaufen, zeigen Mut zur Lücke. Ich gebe ihnen eine leere Fläche, die Luft zum Atmen und Wachsen gibt.

Fuego Rojo: Magic Spirals (Berlin)

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Die Gruppe Fuego Rojo verbindet in ihren fantasievollen und mystischen Performances Ausdruckstanz, Feuer und (Luft)-Akrobatik. Live-Gitarren- und Flötenklänge begleiten die gefühlvolle Reise der beiden Tänzer in unbekannte Geisterwelten, in denen sie Ängste überwinden und über sich selbst hinauswachsen.

Jim Zimmermann: Es dreht sich um dich/Das Drama vom Chateau Camembert  (Stuttgart)

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Jim Zimmermann, freischaffender Fotograf in Stuttgart mit Schwerpunkt Portrait, Körperportrait, Musik und Theater nutzt die analoge Fotografie, wo immer dies möglich ist, vor allem bei freien Arbeiten. Der Reiz des Films liegt im Entstehungsprozess und in seiner Wärme.
Das Medium Schmalfilm/Super8 ist analog und unperfekt mit überraschenden Ergebnissen. Es fehlen die technischen Finessen des computerabhängigen und vorhersehbaren, kristallklaren Videos.

Jens Berte (techno logisch) (Berlin)

Profil

“The young unknown artist ∆ Jens Berte ∆
He loved to play Techno and is such a good selecta! and he always looking to keep his style in a hybrid way!
Also he start´s already his own project “Technø.Logisch” that includes a Event agency and also some Promo stuff like nice Shirt´s and Top´s. We are happy that signed in and hope U enjoy his beautiful Mix.
Keep a eye on this young and unknown Artist.” KNTXT Podcast

Marie Golüke: EAT LOVE PUKE (Berlin)

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Eine namenlose Theaterschauspielerin von unerfüllter Sehnsucht getrieben. Sie geißelt ihren Körper. Ergibt sich in Melancholie und Selbsthass. Ihr freiwilliges Martyrium ist für sie der Preis, den sie zahlen muss, um geliebt zu werden. Text von Cornelia Gellric

RegieAlsFaktor: Fliegenpapier (München)

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg schrieb Robert Musil seinen Text “Das Fliegenpapier”. Changierend zwischen detailgenau-voyeuristischer Beobachtung von millionenfachem Fliegensterben und der Analyse des menschlichen Aufbegehrens gegen die Unausweichlichkeit des Endes wird das Bild der hochtechnisierten Schlachtfelder vorweggenommen. Regiealsfaktor versucht, den Text in eine performative Aktion zu übersetzen. Welche kulturellen Bewegungscodes entsprechen heute den Versuchen der leimgefesselten Fliegen, die Freiheit zurückzuerlangen? Welcher Kleister haftet an den Fersen des modernen Menschen?

René Benjowski: Lichtbildgestalten (Berlin)

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“René Benjowski ist Autodidakt in der Photographie. Er legt sich nicht auf eine künstlerische Linie fest und doch zieht sich das surreale Element wie ein roter Faden durch sein Werk. Träume, Emotionen, Gedanken. Dies alles lässt er vor erstaunten Augen entstehen. Er “malt” Bilder, wenn auch ungern mit Photoshop. Farbveränderungen gerne, doch bei den Inszenierungen und Räumen legt er Wert auf Echtheit.” Karina

Roland Walter: Liberations of the power in the body (Berlin)

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Auf der Bühne testet Roland Walter Limits aus. Die Grenzen, die ihm sein Körper setzt, aber auch die Toleranzgrenzen der Zuschauer. Die Ehrlichkeit des Performance-Künstlers polarisiert, seine Kreativität fasziniert.

Wolkenschloss Cinematographie: Reise mit Engeln (Berlin)

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“Reise mit Engeln” ist ein Film über die ewige Sehnsucht des Menschen nach dem Einvernehmen mit sich selbst. Der Film geht der Frage nach, was passiert, wenn wir unerwartet Zeit geschenkt bekommen – und was passiert, wenn wir von unseren Gedanken als Geiseln genommen werden, wenn unser Selbstverständnis sich mit unseren Sehnsüchten konfrontiert sieht. Die Hauptfigur unseres Films gerät in eine solche Situation, als er fünf Tage in einem Hotel festsitzt – Zeit, mit der er erst mal nichts anfangen kann. Eigentlich nur einen kurzen Botenauftrag erledigen wollend, findet sich der Protagonist plötzlich auf einer Reise wieder. Der Fahrstuhl seines Hotels wird zum Vehikel durch reale und surreale Welten, die schon bald nicht mehr voneinander zu trennen sind. In verschiedenen Begegnungen mit Engeln und Menschen erfährt er von der Unwirklichkeit der Bilder, der Unfreiheit des Menschen und der Unverlässlichkeit der Zeit. “Reise mit Engeln” ist ein lyrischer Film, der dem Zuschauer keine eindeutige Botschaft vermittelt, aber zeigen möchte, dass da viele mögliche Wirklichkeiten warten, wenn man sie nur zulässt und dem Selbst die Türen öffnet.

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